Große Dankbarkeit – und dringend Verstärkung gesucht
Seit 15 Jahren ist die Klinische Krisenintervention (KKI) am UKB da, wenn Menschen plötzlich mit einer Ausnahmesituation konfrontiert sind: wenn ein Angehöriger unerwartet schwer erkrankt, ein Unfall passiert oder ein Mensch plötzlich verstirbt. Auch UKB-Beschäftigte können die Unterstützung der KKI in Anspruch nehmen, wenn sie nach belastenden Ereignissen im Arbeitsalltag Hilfe brauchen.
Seit ihrem Start im Jahr 2011 war die KKI bei mehr als 1.200 Einsätzen aktiv und hat dabei rund 2.700 Menschen begleitet – häufig nachts oder am Wochenende. Die speziell geschulten Einsatzkräfte leisten diese Arbeit zusätzlich zu ihrer regulären Tätigkeit am UKB und übernehmen dafür freiwillig Rufbereitschaften.
„Wir kommen dann, wenn Menschen gerade nicht wissen, wie es weitergehen soll.“
So lässt sich die Aufgabe der KKI vielleicht am einfachsten beschreiben. Die Einsatzkräfte hören zu, stabilisieren, geben Orientierung und helfen dabei, die ersten Stunden nach einem belastenden Ereignis zu bewältigen.
Mit diesem Angebot nimmt das UKB bundesweit eine besondere Rolle ein: Nur wenige Kliniken verfügen über eine vergleichbare eigene Krisenintervention. Die KKI ist zudem im bundesweiten „Netzwerk Klinische Krisenintervention“ aktiv und gestaltet den fachlichen Austausch mit.
15 Jahre KKI – und ein Grund zum Feiern

Zum Jubiläum besuchte das KKI-Team die Stationen und Behandlungsteams des UKB, bedankte sich für die langjährige Zusammenarbeit, informierte über die eigene Arbeit und knüpfte neue Kontakte.
Doch zum Jubiläum gibt es nicht nur Grund zum Feiern. Das Team braucht dringend Verstärkung. Durch natürliche Abgänge ist die Zahl der Einsatzkräfte in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Bereits jetzt gibt es einzelne Lücken im Alarmierungsplan. Damit die KKI auch künftig zuverlässig für Menschen in Krisensituationen da sein kann, werden neue Kolleginnen und Kollegen gesucht.
Wer sich für die Mitarbeit interessiert, kann sich über das Kursprogramm des Centrums für Personalentwicklung (CPE) informieren. Dort wird jährlich ein siebenteiliger modularer Qualifizierungslehrgang für Psychosoziale Akuthilfe angeboten, der allen Beschäftigten des UKB offensteht.
Sie möchten mehr erfahren?
Sie interessieren sich für die Mitarbeit in der KKI oder möchten als Ärztin, Arzt oder Pflegefachkraft wissen, wie die KKI im Ernstfall erreicht werden kann?
E-Mail: krisenintervention@ukbonn.de
Web: www.ukbonn.de/cpe/krisenintervention
Die KKI braucht Menschen, die da sind, wenn andere gerade nicht wissen, wie es weitergeht.