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Dunkel Hell

Head der Unternehmensentwicklung Raphael Minkus stellt sich vor


Raphael Minkus leitet seit Kurzem den neu gegründeten Geschäftsbereich Unternehmensentwicklung am UKB und bringt umfassende Erfahrung aus der Universitätsmedizin mit. Im Interview spricht er über seinen Werdegang, die Faszination Krankenhaus als komplexen Mikrokosmos und warum eine gemeinsam entwickelte Strategie entscheidend für die Zukunft ist.

UKBmittendrin: Herr Minkus, Sie sind Leiter des Geschäftsbereichs Unternehmensentwicklung am UKB. Wie sah bisher Ihr Werdegang aus?

R. Minkus: Ursprünglich komme ich aus dem Süden Deutschlands, vom Bodensee. Nach dem Abitur war ich im Rettungsdienst tätig und bin anschließend für mein Studium des Rettungsingenieurwesens nach Hamburg gezogen. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit kam ich ans Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in die strategische Unternehmensentwicklung. Dort hat mich das Thema Universitätsmedizin und insbesondere die Unternehmensentwicklung sofort begeistert – und seitdem lässt es mich nicht mehr los.

Meinen Masterstudiengang Health Care Management konnte ich in Greifswald absolvieren und habe auch dort begleitend in der Unternehmensentwicklung an der Unimedizin gearbeitet. Nach dem Studium bin ich in das Trainee-Programm der Unimedizin Greifswald gestartet und habe neben der Unternehmensentwicklung einen sehr umfassenden Einblick in die verschiedenen Bereiche der Unimedizin erhalten. Anschließend arbeitete ich als Referent des Vorstandsvorsitzenden und Ärztlichen Vorstands, um nach zwei Jahren den Geschäftsbereich der Unternehmensentwicklung selbst zu übernehmen und zu leiten. Nun habe ich die Möglichkeit, das, was mich bislang fasziniert hat, mit nach Bonn zu bringen.

UKBmittendrin: Was fasziniert Sie an der Unternehmensentwicklung – und warum gerade im Krankenhaus?

R. Minkus: Medizin hat mich schon immer fasziniert. Ein Krankenhaus ist für mich ein ganz eigener Mikrokosmos: Hochspezialisierte Expertinnen und Experten arbeiten interdisziplinär zusammen, und gleichzeitig müssen Administration, Logistik und Infrastruktur reibungslos funktionieren. All das greift ineinander, damit am Ende das Wichtigste gelingt – die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Diese Komplexität und das Zusammenspiel so vieler Bereiche finde ich unglaublich spannend. Es geht darum, Strukturen so zu gestalten, dass sie dieses System optimal unterstützen. Genau darin liegt für mich der Reiz der Unternehmensentwicklung im Gesundheitswesen.

UKBmittendrin: Sie haben Ihre neue Position am UKB gerade angetreten. Welche Themen stehen für Sie aktuell im Fokus?

R. Minkus: Ein zentrales Thema ist die Entwicklung einer neuen Unternehmensstrategie. Das wird ein umfangreicher Prozess, den ich verantworte. Aktuell arbeiten wir daran, eine klare, zielgerichtete Struktur dafür aufzusetzen – von der Methodik bis hin zur Auswahl der relevanten Interviewpartner.

Parallel dazu habe ich zu Beginn meiner Tätigkeit am UKB auch die Geschäftsstelle des Vorstands übernommen, in die aktuell viel meiner Zeit und meiner inhaltlichen Arbeit hineinfließt. Ein gut funktionierender Vorstand ist eine wichtige Grundlage für das gesamte Klinikum.

UKBmittendrin: Sie haben die Interviews im Strategieprozess angesprochen – was genau ist deren Ziel?

R. Minkus: Wir werden zunächst Gespräche mit Führungskräften und weiteren externen und internen Akteurinnen und Akteuren führen. Dabei geht es darum zu verstehen, wie das UKB aktuell wahrgenommen wird und welche Visionen für die Zukunft bestehen, etwa in zehn oder fünfzehn Jahren.

Eine Strategie kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie breit mitgetragen wird. Deshalb ist es wichtig, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen. Es geht nicht darum, eine „Top-down“-Strategie zu entwickeln, sondern möglichst viele mitzunehmen. Daher wird es vor dem Ende der Strategieentwicklung eine Diskussion mit möglichst vielen Mitarbeitenden geben.

UKBmittendrin: Sie interessieren sich für innovative Formate wie Healthcare-Hackathons. Können Sie sich so etwas auch am UKB vorstellen?

R. Minkus:
Ja, absolut. Ich habe selbst an Hackathons teilgenommen und war beeindruckt, wie schnell und effektiv dort interdisziplinäre Zusammenarbeit funktioniert. Solche Formate zeigen, welches Potenzial entsteht, wenn Menschen gemeinsam an einem Thema arbeiten. Am UKB sehe ich dafür beste Voraussetzungen: Hier gibt es viele innovative Köpfe und einen starken Gestaltungswillen.

UKBmittendrin: Das UKB ist ein großes und sehr vielfältiges Haus. Wie möchten Sie die unterschiedlichen Berufsgruppen einbinden?

R. Minkus: Der Schlüssel ist der Austausch. Ich habe das UKB bisher als sehr offen und kollegial erlebt. Wenn es um konkrete Themen geht, ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit groß.

Wichtig ist, im Dialog zu bleiben und echte inhaltliche Anknüpfungspunkte zu schaffen. Wenn es um relevante Fragestellungen geht, bringen sich die Menschen hier sehr engagiert ein – das ist eine große Stärke des Hauses.

UKBmittendrin: Was motiviert Sie persönlich in Ihrer Arbeit?

R. Minkus: Mich treibt der Wunsch an, Dinge aktiv mitzugestalten und nicht stehen zu bleiben. Die Welt verändert sich rasant – gerade auch im Gesundheitswesen. Deshalb ist es wichtig, neugierig zu bleiben und Entwicklungen nicht nur zu verfolgen, sondern möglichst mitzugestalten.

UKBmittendrin: Welche Rolle spielen Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in Ihrem Bereich?

R. Minkus: Diese Themen werden eine zentrale Rolle spielen – in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachbereichen. Ich sehe es auch als unsere Aufgabe, neue Entwicklungen zu beobachten und zu testen, was sinnvoll einsetzbar ist.

Natürlich gelten im Krankenhaus besonders hohe Anforderungen an Datenschutz und Regulierung. Aber gerade deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig mit neuen Technologien auseinanderzusetzen.

UKBmittendrin: Und wie verbringen Sie Ihre Zeit außerhalb der Arbeit?

R. Minkus: Am liebsten draußen in der Natur. Das Siebengebirge lädt zum Wandern ein, der Rhein zu Radtouren und auch die Telekom Baskets Bonn haben wir schon angefeuert. Die Kombination aus Stadt und Natur hier in der Region ist wirklich bemerkenswert. Nach langen Arbeitstagen und an Wochenenden weiß ich das sehr zu schätzen.

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