Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Barrierefreiheit
Dunkel Hell

Ein Jahr Stabsstelle Nachhaltigkeit am UKB

Nachhaltigkeit ist längst kein Randthema mehr – auch nicht im Klinikalltag. Am UKB wird sie strategisch gedacht und operativ umgesetzt. Seit einem Jahr treibt die Stabsstelle Nachhaltigkeit diesen Transformationsprozess voran.

„Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatzprojekt, sondern ein Werkzeug zur ökonomischen Stabilisierung und Sicherung der medizinischen Exzellenz“, betont Dr. André Gützloe, Leiter der Stabsstelle Nachhaltigkeit des UKB. Im Zentrum steht aktuell vor allem die gesetzliche Compliance: die Vorbereitung auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie die Entwicklung eines umfassenden Klimatransformationsplans.

Parallel dazu etabliert das Team eine ESG-Steuerungslogik (Environment, Social, Governance), die das gesamte Klinikum erfasst. Ziel ist es, bestehende Einzelmaßnahmen zu bündeln und besser miteinander zu verbinden – in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen.

Bildunterschrift: Dr. André Gützloe, Leiter der Stabsstelle Nachhaltigkeit des UKB.

Warum Nachhaltigkeit im Klinikbetrieb so wichtig ist

Krankenhäuser verbrauchen viele Ressourcen. Energieintensive OP-Säle, große Mengen an Einwegmaterialien und aufwendige Aufbereitungsprozesse gehören zum Alltag. Gleichzeitig steigen die gesetzlichen Anforderungen. Für das UKB ist Nachhaltigkeit daher auch ein Instrument zur Zukunftssicherung: „Wir nutzen die Berichterstattung als eine Art Radar, um Risiken frühzeitig zu erkennen und in strategische Vorteile zu verwandeln“, so Dr. Gützloe.

Erste Fortschritte und konkrete Projekte

Im ersten Jahr stand vor allem der Aufbau tragfähiger Strukturen im Fokus. Dazu gehören eine klare strategische Ausrichtung, die Verankerung der Stabsstelle auf Leitungsebene sowie ein Kennzahlensystem, das Fortschritte künftig messbar macht. Ein zentraler Erfolg ist zudem die Einwerbung von 60.000 Euro Fördermitteln für den Klimatransformationsplan. Dieser bildet die Grundlage, um Treibhausgasemissionen systematisch zu erfassen und gezielt zu reduzieren.

Auch konkrete Projekte zeigen bereits Wirkung. „Durch eine evidenzbasierte Anpassung der Menüs konnte der Anteil fleischfreier Gerichte deutlich gesteigert werden – ohne Einbußen bei der Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten“, sagt Dr. Gützloe zur Weiterentwicklung der Klinikverpflegung.

Das UKB baut hier auf einem starken Fundament auf: Viele Maßnahmen, von denen Mitarbeitende, Patient*innen und Anwohner*innen heute profitieren, wurden bereits in den vergangenen Jahren durch das Engagement der jeweiligen Fachbereiche initiiert. Beispiele wie der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur oder die Weiterentwicklung der Klinikverpflegung zeigen, wie viel Eigeninitiative am UKB gewachsen ist. Dr. Gützloe führt aus: „Unsere Aufgabe als Stabsstelle ist es nun, diese wertvollen Vorarbeiten strategisch zu bündeln, sie in eine ganzheitliche Governance zu überführen und so ihre Wirkung für einen nachhaltigeren Campusbetrieb weiter zu steigern.“

Herausforderungen und nächste Schritte

Die größte Herausforderung bleibt die Komplexität eines Universitätsklinikums. Viele Daten und Prozesse müssen zusammengeführt werden, um daraus ein gut steuerbares System zu entwickeln. „Das erfordert ein Umdenken – weg von Silos, hin zu echter Zusammenarbeit“, beschreibt Dr. Gützloe.

Für die kommenden Monate stehen zwei zentrale Schritte im Fokus: die Erstellung einer umfassenden Treibhausgasbilanz und die Übersetzung der Strategie in konkrete, messbare Maßnahmen für alle Geschäftsbereiche.

Langfristig verfolgt das UKB ein klares Ziel: die betriebliche Treibhausgasneutralität bis spätestens 2045.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert