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Dunkel Hell

UKB spendet Medikamente und behandelt Flüchtlinge 

Seit dem 9. März ermöglicht das UKB regulär Lieferungen mit medizinischen Gütern in die Ukraine. Insgesamt drei Transporte waren in den letzten drei Wochen unterwegs in das kriegsgeplagte Land. Und während dieser Beitrag entsteht, wird die nächste Sendung vorbereitet. Darüber hinaus kümmern sich die Mitarbeiter*innen des UKB hier vor Ort um die ukrainischen Flüchtlinge. So hat die Kinderonkologie bereits drei erkrankte Kinder zur Behandlung aufgenommen und drei weitere kleine Patienten werden noch erwartet. Auch Erwachsene bekommen mittlerweile am UKB ihre dringend benötigten Therapien.  

Ukraine Spende Mustea
In der UK-Apotheke vor dem LKW-Transport: (v.l.) PD Matthaei, Oberarzt der Klinik Chirurgie, Chefapotheker Dr. Schulze, Vorstandsvorsitzender, der Bonner Architekt und Unterstützer der Spendenaktion Kuru, Prof. Mustea, Direktor der Gynäkologie und Viktor Harms, Fahrer und Sponsor des Transports

Prof. Alexander Mustea, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Gynäkologische Onkologie am UKB, hat am 9. März den ersten Transport mit lebenswichtigen Spenden aus der UKB-Apotheke für Lwiw und Kiew organisiert. Dabei wurde er von PD Dr. Hanno Matthaei, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax und Gefäßchirurgie am UKB, unterstützt. Zusammen mit dem Bonner Architekten Egor Kuru, dem Logistikunternehmer Viktor Harms und dem UKB haben wir einen Weg gefunden, sodass medizinische Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird“, so Prof. Mustea. 

Chefapotheker der UKB-Apotheke Dr. Ingo Schulze ermöglichte die schnelle und unbürokratische Bereitstellung von zunächst sechs Paletten mit humanitärer Hilfe für Kinderkliniken und ein Herzzentrum in verschiedenen Städten der Ukraine. „Wir haben sofort dringend benötigte Arzneimittel – wie Antibiotika, Schmerzmittel und Lokalanästhetika – aus unserem UKB-Vorrat bereitgestellt“, sagte Prof. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKB, der auch für die sechs Universitätsklinika in NRW in koordinierender Funktion bei der Ukraine-Hilfe mit der Landesregierung tätig ist. Außerdem hat er ein Team für die Steuerung bereitgestellt, das über sein Sekretariat, Petra Hinz, (E-Mail: Sekretariat.AED-VV@ukbonn.de), koordiniert wird.

Eine weitere Lieferung finanzierte die deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK), vermittelt durch ihren Präsidenten Prof. Stephan Baldus vom Universitätsklinikum Köln, mit einer großzügigen Spende von 50.000 Euro. Dabei wurden 28 essenzielle Herzmedikamente auf drei vollen Paletten nach der Liste der deutschen Gesellschaft für Kardiologie an das Herzzentrum in Kiew transportiert. Darüber hinaus erhielten die ukrainischen Kolleginnen und Kollegen wichtige medizinische Instrumente und Apparate.

Bild links: In der UK-Apotheke vor dem LKW-Transport: (v.l.) PD Matthaei, Oberarzt der Klinik Chirurgie, Chefapotheker Dr. Schulze, Vorstandsvorsitzender, der Bonner Architekt und Unterstützer der Spendenaktion Kuru, Prof. Mustea, Direktor der Gynäkologie und Viktor Harms, Fahrer und Sponsor des Transports.

Rettungsfahrzeuge für Lwiw

Spende Rettungsfahrzeuge
Von links nach rechts: B. von Grünberg, V. Krusch, B. Leyendecker, OB Katja Dörner, Prof. W. Holzgreve, J. Stein

Die Feuerwehr der Stadt Bonn hat zudem drei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug gespendet, die mit medizinischen Hilfsgütern bestückt wurden. Die Bereitstellung der Arzneimittel im Wert von über 10.000 Euro pro Fahrzeug erfolgte über die UKB-Apotheke. Unterstützt wurde der Transport von der Aktion Weihnachtslicht des General-Anzeigers. Die Stadt Bonn und das UKB beteiligten an einem Hilfskonvoi der Vereine ,,Aktion Würde und Gerechtigkeit“ e. V. und ,,Stützpfeiler“ e. V. zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine. „Die Stadt und viele Menschen in Bonn tun aktuell alles, um diejenigen, die vor dem furchtbaren Krieg in der Ukraine zu uns flüchten, hier bei uns aufzunehmen und ihnen Ruhe und Sicherheit zu geben. Genauso wichtig ist es, denjenigen Menschen zu helfen, die vor Ort geblieben sind. Deshalb beteiligen wir uns als Stadt sehr gerne an dieser Hilfsaktion und steuern kurzfristig vier Fahrzeuge aus dem Bestand des städtischen Rettungsdienstes bei, die wir in Kürze aus der Nutzung genommen hätten. Mit diesem Konvoi senden wir zudem alle gemeinsam ein weiteres wichtiges Zeichen der Solidarität aus Bonn in das Krisengebiet“, sagte die Bonner OB Katja Dörner bei der Übergabe. 

Prof. Holzgreve ergänzte: „Diese für die Menschen in der Ukraine im Moment so wichtige Aktion wurde in kürzester Zeit durch die Hilfe von Bernhard von Grünberg und dem Mitinitiator und gebürtigem Ukrainer Vitaly Krusch in Gang gesetzt und durch die Spende der General-Anzeiger Aktion Weihnachtslicht, den Chefapotheker des UKB Dr. Ingo Schulze, die Koordinatorin Petra Hinz, Jochen Stein, den Leiter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Bonn, sowie privaten Fahrern umgesetzt mit großartigem persönlichen Einsatz“.

Neben der für Notfahrzeuge typischen Komplett-Ausstattung wurden auch noch kurzfristig Medikamente wie Schilddrüsen-Präparate mittransportiert, die durch die aktuelle Bombardierung einer Pharma-Fabrik nicht mehr zur Verfügung stehen.Der Krieg in der Ukraine hat Hunderttausende aus ihren Häusern und schließlich aus dem Land vertrieben. Unter den Flüchtlingen sind auch viele Schwerkranke, die dringend eine Therapie benötigen. Darum hat das UKB sowohl Kinder als auch Erwachsene mit Krebserkrankungen in einem unkomplizierten Verfahren zur Weiterbehandlung aufgenommen. „Angesichts der menschlichen Katastrophe ist es unsere Pflicht und unser innigster Wunsch, den Geflüchteten zu helfen“, so Prof. Holzgreve. Mittlerweile engagieren sich viele Mitarbeiter*innen des UKB für die geflüchteten Personen, indem sie ihnen Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen oder sie anderweitig betreuen und versorgen. 

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