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Dunkel Hell

Mit Herz und Leidenschaft für die Kleinsten da sein

Was ist das Besondere am Beruf der Kinderfachpflegekraft und wie sieht der Alltag aus? Stefanie Hempel Günther, 44 Jahre alt, arbeitet seit fünf Jahren in der Kinderherzchirurgie im ELKI (Eltern-Kind-Zentrum) auf Station 2. Mit einem Radiospot wirbt sie bei jungen Menschen für die Ausbildung der Pflegekraft und verrät im Interview mit dem Newsletter UKB Mittendrin zudem, was man für diesen spannenden Beruf als Azubi mitbringen sollte.

Was genau wird in Ihrer Abteilung gemacht?

Wir haben 18 Betten, davon sechs für den Intermediate-Care-Bereich (IMC). Im IMC werden Patienten versorgt, die keine intensivmedizinische Behandlung brauchen, aber intensiv pflegerisch betreut und mit ihren Vitalfunktionen überwacht werden müssen. Die IMC ist also eine Behandlungsstufe zwischen Intensivstation und Normalstation. Unser Team besteht aus 28 Mitarbeiter*innen mit derzeit zwei FSJlern (Teilnehme*innen des Freiwilligen Sozialen Jahres) sowie Schülern.

Was hat das UKB, was andere nicht haben?

Die Besonderheit am UKB ist, dass es ein Haus der Maximalversorgung mit vielen Fachbereichen ist. Hier ist alles unter einem Dach. Damit können wir unsere Patient*innen die bestmögliche medizinische Versorgung bieten. Zudem haben wir als Mitarbeiter*innen am UKB die Möglichkeit, viele interne Fortbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen und so unsere Qualifikation stetig zu erweitern.

Was war die Initialzündung für Ihre Berufswahl?

Es stand schon sehr früh fest, dass ich mit Kindern arbeiten möchte. Nach einigen Praktika haben ich mich für den Beruf der Kinderkrankenschwester entschieden. Ich liebe es, mit Kindern zu arbeiten, sie zu betreuen, zu pflegen, die Eltern zu unterstützen, anzuleiten, zu begleiten und für sie da zu sein

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Wir arbeiten im Dreischichtsystem. In Vordergrund stehen die Versorgung und Überwachung der kleinen und großen Patienten, d. h. Visiten, Medikamente und Infusionen richten und geben. Zudem gehört die Anleitung der Eltern, die Aufnahme der Patienten zur OP am Folgetag und die Übernahmen von der Intensivstation, teilweise nach dem ersten Post-OP-Tag, zu unseren Aufgaben.

Worin liegen die Herausforderungen in Ihrem Beruf und was hilft Ihnen dabei, diese erfolgreich zu meistern?

Die Betreuung unserer kleinen Patient*innen ist manchmal aus zeitlichen Gründen eine große Herausforderung. Trotz Stress, Überstunden oder Einspringen macht es aber sehr viel Spaß, hier zu arbeiten. Denn es ist unglaublich erfüllend und macht sehr glücklich, die kleinen Patienten mit ihren Eltern gesund und gut vorbereitet nach Hause zu entlassen. Zudem bin ich Teil eines großartigen Teams: Wir finden immer einen Grund, Spaß zu haben, und unterstützen uns gegenseitig. Wir besprechen uns regelmäßig in unseren Teamsitzungen. Hier können wir offen sagen, was uns auf dem Herzen liegt und was man verbessern bzw. manchmal auch ändern könnte. Alles ist ein lebender Prozess und man kann Ideen und Anregungen einbringen.

Was sind die Kernkompetenzen, die man für Ihren Beruf braucht?

In unserem Beruf sollte man teamfähig sein, Einfühlungsvermögen haben, flexibel und offen für Neues sein. Man sollte bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und Interesse an Mitgestaltung haben.

Warum sollten sich junge Auszubildende für den Beruf der Kinderfachpflegekraft entscheiden?

Für die Ausbildung solltest du dich entscheiden, wenn du Kinder liebst, einen kühlen Kopf in Stresssituationen bewahrst und dich auf viele Dinge gleichzeitig konzentrieren kannst.

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