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Dunkel Hell

Juliane Langer und Christian Borscheid im Interview

Christian Borscheid (CB) kennt das UKB seit vielen Jahren mit unterschiedlichen beruflichen Stationen als Intensivpfleger und beruflicher Ausbilder in der ATA. Juliane Langer (JL) wird weiterhin Aufgaben als Transplantaionsbeauftragte am UKB verantworten. Beide werden das Team des Centrums für Personalentwicklung (CPE) ab sofort als Bildungsreferenten unterstützen. Was die beiden vereint ist ihr Engagement und ihre Tätigkeit in der Krisenintervention am UKB.

UKB mittendrin: Die ersten Tage im CPE habt Ihr schon hinter Euch. Hat das Einchecken funktioniert, seid Ihr mit eurer Buchung zufrieden, sind die Kollegen freundlich, stimmt der Service, wie kann die agile Truppe Euch noch besser unterstützen?

JL: Die Buchung passt super und ich freu mich sehr, so zu gebucht worden zu sein! Es ist ein gutes Gefühl, jetzt hier im CPE mit dabei zu sein – und das ohne meinen bisherigen Job aufgeben zu müssen, den ich ja auch sehr schätze. Mit dem Gefühl, Rückendeckung von zwei tollen Chefs und Teams zu haben bin ich überzeugt, dass sich beide Jobs weiter sehr gut kombinieren lassen. Und jetzt freue ich mich schon auf erste Teamausflüge.

UKB mittendrin: Was sind Eure Werte?

JL: Ehrlichkeit, Fairness, Zuverlässigkeit, Unvoreingenommen, positive Grundhaltung und Offenheit anderen gegenüber sind mir wichtig. Ich habe gern Spaß im Leben und versuche, das Leben und auch mich nicht immer allzu ernst zu nehmen. Mein kleines Lebensmotto: Ich freue mich schon mal vor, die Vorfreude kann einem keiner mehr nehmen! Sich auf etwas freuen ist etwas Schönes und damit fange ich gern zeitig an.
CB: Menschenliebe, Verbindlichkeit, Streben nach Unabhängigkeit, Satire darf ALLES!

UKB mittendrin: Was bereitet Euch Bauchschmerzen?

JL: Die Ungerechtigkeit in der Welt und das Unvermögen oder der Unwillen der „starken“ und reichen Nationen, sich für die Gerechtigkeit einzusetzen, gegen den Hunger und die Zerstörung. Immer wieder ist Geld für Waffen da, aber für Wasser, Essen und Schulbücher in der Welt reicht es nicht. Und das eigene Gefühl der Hilflosigkeit und der Ohnmacht, etwas verändern zu können. Das lähmt.  Es haben alle meine Hochachtung, die hier einfach anfangen und etwas tun!
CB: Roher Knoblauch, Kohlgerichte (ich liebe beides und verspeise es trotzdem) und alle Spitzenpolitiker der FDP und der Neoliberalismus, den sie verkörpern …

UKB mittendrin: Was wäre aus Eurem Leben – neben Familie, Freunden und Beruf – nicht wegzudenken?

JL: Die Musik. Ob ich sie zu Hause höre oder in Konzerten, ob ich selbst aktiv Musik mache oder mit meiner Tochter Geige übe – ich bin immer wieder davon fasziniert, welche wohltuende und sich aufs Wesentliche besinnende Wirkung Musik auf mich hat! Und eine kühle Weißweinschorle nach einer schönen Wanderung.
CB: Bücher. Und die Musik von Frank Zappa.

UKB mittendrin: Wenn Ihr eine Stunde mehr am Tag hättet, was würdet Ihr damit anfangen?

JL: Ich würde in dieser Stunde einfach mal nichts tun. Einfach mal nur sein und gucken, was passiert. Ein bisschen Entschleunigung. Ich hätte gern mal wieder Langeweile, wenigstens kurz. Ich glaube, das ist entspannend. Und dann fällt mir bestimmt ganz viel ein, was ich alles Schönes machen könnte! Oder ich würde eine Stunde länger schlafen …
CB: Manche sagen, ich arbeitete zu viel. Wenn ich eine Stunde mehr Zeit hätte, würde ich vermutlich 60 Minuten mehr arbeiten …

UKB mittendrin: Christian, Du bist so wortkarg, hier fünf Fragen an Dich: Was wolltest Du schon immer einmal tun, bist aber noch nicht dazu gekommen?

CB: Ich wollte immer schon als Alpensenner arbeiten. Ganz alleine auf einer Alm, nur mit Rindern und einem Hund und nicht reden müssen; das ist ein sehr alter Traum von mir …

UKB mittendrin: Welche Frage möchtest Du hier bei uns im Gespräch lieber nicht gestellt bekommen?

CB: So Fragen wie: Ob ich glücklich bin? Ob ich Angst um die Welt habe? Was ich mir für die Zukunft wünsche? Diese Fragen irritieren mich sehr.

UKB mittendrin: Was sollten wir von Dir wissen, was nicht im Lebenslauf oder in der Instagram-Story zu finden ist?

CB: Meine Geheimnisse behalte ich gerne für mich.

UKB mittendrin: Ihr seid beide „alte Hasen“, „Eigengewächse des UKB“ und entwickelt Euch nun beruflich seitwärts. Welche Tipps würdest Du neuen Kollegen geben, die sich fürs UKB interessieren oder sich verändern möchten?

CB: Mein Tipp an alle, die sich im derzeitigen Job unzufrieden fühlen (weshalb auch immer!): Wartet nicht, die Unzufriedenheit wird nicht abnehmen. Es liegt in der Natur des Menschen, ab und zu eine Veränderung zu brauchen. Und dabei geht es nicht nur darum, mehr Geld zu verdienen, sondern um neue Herausforderungen und Bestätigung. Sucht Euch Berater*innen, Unterstützer*innen (vielleicht beim CPE?) oder Leute, die es bereits vorgemacht haben und holt Euch Inspiration.

UKB mittendrin: Wenn du König von Deutschland wärst, dann …?

CB: Würde ich ganz schnell abdanken nach dem Motto:
Mir ward ein Glück, das ich höher schätzte
Als alles Gold in Kaliforniens Ebene
Ich hatte niemals Vorgesetzte
Und niemals Untergebene
(Paul Heyse)


Das Interview führte Vedat Demirdöven.

Foto: Juliane Langer (li.), Christian Borscheid (re.) | © Vedat Demirdöven
Foto: Christian Borscheid | © Vedat Demirdöven


Kontakt:

Juliane Langer
Bildungsreferentin / Transplantationsbeauftragte
juliane.langer@ukbonn.de
Tel.: +49 (0)228-287 51722 | Mobil: +49 (0) 1703750745
Bereich A (Nord), Gebäude 09
2. OG, Raum 019

Christian Borscheid
Bildungsreferent / Leitung Krisenintervention
christian.borscheid@ukbonn.de
Tel.: +49 (0)228-287  19152 | Mobil: +49(0)1515 8242812
Bereich A (Nord), Gebäude 09
2. OG, Raum 019

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