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Dunkel Hell

Wie bereits kleine Entscheidungen auch der Umwelt schöne Festtage bescheren

Von Elena Hachem

Weihnachten steht vor der Tür – und mit ihm liebgewonnene Traditionen: festliche Menüs, geschmückte Tannenbäume und der alljährliche Geschenkekauf. So schön diese Bräuche auch sind, gehen sie oft mit einem hohen Ressourcenverbrauch und einer erheblichen Umweltbelastung einher. Die gute Nachricht: Schon kleine, bewusste Entscheidungen können einen positiven Unterschied machen – für die Umwelt und für eine ebenso stimmungsvolle, besinnliche Weihnachtszeit. Nachhaltig zu handeln und Traditionen zu pflegen, schließt sich dabei keineswegs aus.

Wohlige Wärme mit gutem Gewissen

Kerzen gehören zur Weihnachtszeit einfach dazu. Viele handelsübliche Kerzen bestehen jedoch aus Palm- oder Kokosöl, deren Anbau häufig mit der Rodung von Regenwaldflächen verbunden ist. Umweltfreundlichere Alternativen sind Kerzen aus Bienenwachs in Bioqualität, idealerweise aus regionalen Imkereien. Das RAL-Gütezeichen garantiert dabei gesundheitlich unbedenkliche und umweltverträgliche Inhaltsstoffe.

Auch Kerzen aus regionaler Biomasse stellen eine sinnvolle Alternative dar: Sie werden aus Reststoffen der Lebensmittelproduktion hergestellt und tragen zur Abfallvermeidung bei. So entsteht eine gemütliche Atmosphäre – mit einem guten Gefühl für Mensch und Umwelt.

Kleine Verpackung mit großer Wirkung

Nicht jedes Geschenk muss materiell sein. Spenden an Hilfs-, Umwelt- oder Naturschutzorganisationen können eine sinnvolle Alternative darstellen – mit geringem Aufwand, aber nachhaltiger Wirkung. Tier- oder Baumpatenschaften beispielsweise verbinden persönliches Schenken mit aktivem Engagement für Umwelt- und Artenschutz. Spenderurkunden und regelmäßige Updates machen die Wirkung der Unterstützung transparent und greifbar.

Kreativ verpacken statt Müll produzieren

Nach den Feiertagen quellen viele Mülltonnen über: Geschenkpapier, Schleifen und Verpackungen werden meist nur einmal genutzt. Laut Schätzungen steigt das Abfallaufkommen zur Weihnachtszeit um bis zu 20 Prozent. Dabei gibt es zahlreiche nachhaltige Alternativen: Geschenkpapier aus alten Kalenderblättern, Zeitungen oder Stoffresten verleiht Präsenten eine persönliche Note. Auch wiederverwendbare Stofftücher, Kordeln oder Bänder sowie Körbe, Kisten oder selbst gebastelte Boxen aus vorhandenen Materialien eignen sich hervorragend. Da herkömmliches Geschenkpapier oft Kunststoffe oder Aluminium enthält und schwer recycelbar ist, bietet schlichtes braunes Papier eine umweltfreundlichere Lösung, die sich kreativ gestalten lässt. So wird nicht nur Müll vermieden – oft wird die Verpackung selbst zum Teil des Geschenks.

New Year – same you?

Zum Jahresbeginn nehmen sich viele Menschen viel vor. Die Initiative „Veganuary“ lädt auch 2026 wieder dazu ein, im Januar eine pflanzliche Ernährung auszuprobieren – ohne Druck und Perfektionismus. Ziel ist es, bewusster zu konsumieren und neue Alternativen kennenzulernen.
Gerade nach den üppigen Feiertagen kann dies ein sanfter, sinnvoller Neustart sein. Schon kleine Veränderungen im Konsumverhalten können einen positiven Effekt auf Umwelt, Klima und Tierwohl haben. Dabei gilt: Jeder Schritt zählt.

Mehr Tipps für nachhaltiges Handeln im Büro bietet das Prodekanat Nachhaltigkeit der Uni Bonn:
https://www.medfak.uni-bonn.de/de/fakultaet/nachhaltigkeit/medienordner-nachhaltigkeit/handout_nachhaltigkeit-im-office_de_en.pdf

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